Pokale, Pokale, Pokale!

Konnte ja keiner wissen, dass es auch noch Taschen zu gewinnen gibt…

German Cycling Cup, Episode 1, Göttingen. Premiere in Startblock A, Premiere als Gast-Team-irgendwasdazwischen-Mitglied der haberich cycling crew, Premiere als Frau zwischen Männern. Früh aufstehen, schnell radeln, nicht stürzen und wieder nach Hause. Das war der grobe Schlachtplan. Im Hintergrund wurde über Podestplätze fantasiert, das wurde meinerseits mit einem (müden) Lächeln quittiert. Meine ganz persönlichen Hauptsorgen: Einklicken am Start in vorderster Reihe und die Abfahrt vom Hohen Hagen. „Ganz entspannt“ sollte es losgehen, mit „neutralisierter Phase“. Kein Ding.  Ehrlich? Ich war schon vollkommen erledigt, bevor das Rennen angefangen hat. Die Stresskurve:

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Die ersten paar Minuten zeigen das Warten im Startblock und als es losging, war es eigentlich schon vorbei. Der vorgesehene Windschatten – Marcs Hinterrad – war lange weg, aber direkt aufgeben ist auch peinlich, also suchte ich mir ein anderes Hinterrad und stresste meine Bronchien im hinteren Teil dieser Startgruppe. Erste Abfahrt. Gruppe wieder weg. Blöd. Die kurze Anfahrt zum Hohen Hagen war ich also alleine, konnte mich da aber auch wieder ein wenig erholen. Bergauf war ich auch ziemlich einsam, ein paar wenige vor mir in Sichtweise, ein Schneller von hinten (:-*) und schon war ich oben. Nach unten hat es dann wieder länger gedauert, aber dadurch wurde ich von meinen beiden Teammitgliedern Ben und Chris aufgesammelt und die beiden brachten mich flott und zielstrebig ins Ziel. Nach jeder Kurve und jedem Hubbel wurde geschaut, ob ich noch dran war und notfalls auch mal gewartet. Danke für diese tolle Teamleistung, Ihr hättet es nicht besser machen können!

Im Ziel war ich erstmal froh überhaupt angekommen zu sein. Kein Sturz, Lunge noch im Brustkorb, nicht erfroren. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden: Platz 4 gesamt (ärgert mich, aber da waren halt drei andere stärker), Platz 1 in der Altersklasse. Anfängerfehler: Keine Bürste, keine Schminke, keine Jacke im Ziel. Sieht man auch, aber egal.

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Der Rest kann auch wirklich zufrieden sein – Rang 3 in der Teamwertung bringt zwar keinen Pokal, aber immerhin ne Kiste Bier.

Danke, Lillifees, macht Spaß mit Euch!

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Die andere Seite

Kaltern am See, 02. April 2017. Ich weiß noch genau, wie nervös ich im vergangenen Jahr angereist war. Trainingslager, Allstars, Trainer, Training! Alles war neu, voll und laut, durchgetaktet und anstrengend. Ich war so überfordert von allem, ich war langsamer als alle anderen und die Pässe wahnsinnig steil… Das Selbstbewusstsein kam später wieder, aber in dieser Woche hab ich doch manchmal sehr an mir, meinen Fähigkeiten und der Idee vom Ötztaler Radmarathon gezweifelt.

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LBL Ardennen Classic 2016

Sauerland eXtreme sollte die Generalprobe für den Ötztaler Radmarathon und ein letzter intensiver Trainingsreiz werden, nach der Absage musste schnell ein Ersatz gefunden werden. Kurz gesucht und direkt angemeldet: LBL Ardennen Classic, 230 km mit 3.800 hm. Das Profil passte zwar nicht ganz, aber die Distanz und Dauer kamen so ungefähr dem nahe, was mich in zwei Wochen erwartet.

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